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Spieltag 16: 11.03.17: TV – TGM Mainz-Gonsenheim II 2:3

Grandiose Bad Salziger zwingen den Meister in die Knie … aber bezwingen ihn nicht – Mainz gewinnt mit Glück den TieBreak mit 20:18 Punkten.

Als sich am Samstagabend um 18:00 Uhr die Zuschauer in der Bopparder Großsporthalle zum Volleyball-Oberliga-Spiel des TV sebamed Bad Salzig versammelten, hatte wohl keiner damit gerechnet, dass sie zur Tagesschauzeit noch nicht zuhause sind. Nach der Rekordspielzeit von 2:12 Stunden und einer famosen Leistung der heimischen sebamed-Volleys beendete der letzte Ball um 20:15 Uhr eine Begegnung mit der keiner so gerechnet hatte.

Ohne Weigel, Augenstein, Krippes, Koch und Teuchler mussten die TV’ler antreten, aber das taten die Übrigen in beeindruckender Weise. Florian Grajewski, Moritz Loch, Thomas Martin, Max Pähler und die beiden Jugendlichen Bartek Treyde und Libero Veit Dobbertin zeigten, wozu die Bad Salziger fähig sind. Bevor sich der neue Meister TGM Mainz-Gonsenheim II versah, führten die heimischen Volleys mit 2:0 Sätzen. „Mainz hatte wohl nicht mit einer so guten Leistung von uns gerechnet,“ meinte TV-Sprecher Walter Breitbach, „wir wussten, dass wir eine Top Leistung abrufen mussten, nur dann war der eine oder andere Satzgewinn drin. Wir haben unseren Matchplan sehr gut umgesetzt, mutig spielen, volles Risiko gehen und an die kämpferischen Grenzen gehen.“

durch den Block: "Milo" und als "Blocker":

Vor allem über die Mittelangreiferposition hatte Bad Salzig ein deutliches Plus gegenüber dem Meister, Thomas „Milo“ Martin und Moritz Loch hatten eine ganz starke Blockquote und donnerten einen Ball nach dem anderen ins Mainzer Feld. Grundlage waren dafür natürlich die guten ersten Bälle des Annahmeriegels um Max Pähler und den beiden „Benjamins“ im Team, Bartek Treyde und Libero Veit Dobbertin „Die beiden haben heute klasse gespielt,“ sagte TV-Coach Florian Grajewski, „ohne Pause über 130 Minuten gegen einen solchen Gegner, das verdient Respekt. Vor allem, da die beiden Leistungsträger der 2. Mannschaft im Vorspiel schon 60 Minuten spielen mussten.“

den Ball im Fokus: die Benjamins Veit (10) und Bartek (11)

Mainz war also unter Druck, wenn sie als Meister hier nicht mit 0:3 untergehen wollten. TGM-Coach Michael Hefter änderte Taktik und Aufstellung, Bad Salzig spielte nicht schlecht, aber Mainz kam besser ins Spiel und konnte zum 2:2 Satzstand ausgleichen.

Nun musste also der Tie-Break entscheiden, die ohnehin schon fantastische Stimmung in der Halle trug die sebamed-Volley zur 7:4 Führung, alles schien auf einen glücklichen Ausgang hinzudeuten. Allen TV’lern voran sorgte Julius Hammes für diese wichtigen Punkte. Die Zuschauer feuerten die TV’ler frenetisch an, Bad Salzig kämpfte aufopferungsvoll um jeden Ball, lag 12:7 vorn, nur noch 3 Punkte zum Sieg!

„In der Auszeit beim 7:12 habe ich meinen Spielern gesagt, dass sie sich als Meister nicht so aus der Halle schießen lassen sollen,“ sagte Michael Hefter. Mainz verkürzte auf 10:12, dann Gleichstand 13:13. Zwei Punkte Vorsprung werden zum Sieg im TieBreak benötigt und eigentlich ist bei 15 Punkten Schluss, aber das Spiel wogte hin und her, die Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen, sie wollten ihre Volleyballer zum Sieg brüllen! Bei 16:17 Satzball Mainz, abgewehrt, 18:18 Gleichstand – dann machte Mainz 2 Punkte zum mehr als glücklichen 20:18 und 3:2 Erfolg.

Spielertrainer Florian Grajewski lobte dann sein Team nach diesem famosen Spiel: „Mein Team hat heute mit vorbildlicher kämpferischer Einstellung eine sensationelle Leistung gezeigt. Leider hat im TieBreak dann das Quäntchen Glück gefehlt, damit die Mannschaft ihren verdienten Lohn einfährt.  

vorbildlicher Einsatz: Spielertrainer Florian Grajewski

Das war dann auf Seiten der Mainzer, wie TGM Coach Hefter zugab: „Nach dem Rückstand den TieBreak noch zu gewinnen ist dann auch Glückssache.“

Bad Salzig ist 2 Spieltage vor Saisonende jetzt Tabellensechster, punktgleich mit dem Fünften Guldental und mit einem Punk Rückstand auf den Vierten Saarlouis. „Mit dieser Leistung können wir zuversichtlich dem letzten Saisonheimspiel am 18.03. gegen den direkten Konkurrenten „Spike“ Guldental entgegen sehen, „ sagt Walter Breitbach, „da können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, Revanche für die Hinspielniederlage nehmen und in der Tabelle an Guldental vorbeiziehen.“

TV sebamed Bad Salzig: Grajewsi, Hammes, Pähler, Treyde, Dobbertin, Loch, Martin, Giersch, Zilles 

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